Workshops

Armut in Österreich / Alltag in Österreich
Demokratie vs. Diktatur / Menschenrechte
Fake News / Medienkompetenz
Freiheit, Würde, Schutz / Menschenrechte
Geschlechterbilder / Diversität
Hasspostings entgegnen / Medienkompetenz
Migration, Flucht und Asyl / Diversität
Mobbing, Cybermobbing / Konfliktbewältigung
Rassismus / Diversität
Vielfalt statt Einfalt / Diversität
Zivilcourage / Konfliktbewältigung

Mobbing, Cybermobbing / Konfliktbewältigung

Mobbing kann jede und jeden treffen. Besonders gefährdet sind Menschen, die als unsicher oder „anders“ wahrgenommen werden. In der Schule betrifft es oft sensible oder zurückhaltende Kinder, im Berufsleben häufig Personen, die aus dem Rahmen fallen – etwa besonders leistungsstarke oder sehr zurückhaltende Mitarbeitende.

Mobbing entsteht nicht plötzlich. Es entwickelt sich durch Gruppendynamiken, Machtungleichgewichte und wiederholte Abwertungen. Deshalb ist es wichtig, früh hinzusehen und zu handeln. Der Workshop hilft, Mobbing klar von normalen Konflikten zu unterscheiden und typische Rollen wie Täter:innen, Mitläufer:innen und Betroffene zu erkennen. Auch Cybermobbing wird thematisiert.

Die Teilnehmenden lernen, wie Mobbing entsteht, welche Folgen es für die psychische Gesundheit haben kann und welche Möglichkeiten es gibt, präventiv oder im Ernstfall zu reagieren. Dabei wird deutlich: Ein wertschätzendes und solidarisches Gruppenklima ist der beste Schutz vor Mobbing.

Durch Rollenspiele, Fallanalysen und Reflexionsübungen werden konkrete Strategien erarbeitet. Betroffene erhalten Handlungsmöglichkeiten, gleichzeitig werden Täter:innen zur Selbstreflexion angeregt. Ziel ist es, Verantwortung in der Gruppe zu stärken und Zivilcourage zu fördern.

Ziele des Workshops:
  • Mobbing erkennen und von alltäglichen Konflikten unterscheiden
  • Dynamiken, Rollen und Ursachen von Mobbing verstehen
  • Konkrete Präventions- und Interventionsstrategien kennenlernen
  • Betroffene stärken und solidarisches Verhalten fördern
  • Ein respektvolles und unterstützendes Gruppenklima entwickeln

Der Workshop stärkt Empathie, Selbstwirksamkeit und soziale Verantwortung – für ein faires und sicheres Miteinander in Schule, Ausbildung und Arbeitswelt.

Rassismus / Diversität

Dieser Workshop setzt sich intensiv mit dem Thema Rassismus auseinander. Ziel ist es, rassistische Denkmuster zu erkennen, ihre Hintergründe zu verstehen und konkrete Handlungsmöglichkeiten gegen Diskriminierung zu entwickeln.

Rassismus wird dabei als historisch gewachsenes Macht- und Abwertungssystem erklärt – von kolonialen Wurzeln bis zu heutigen Formen wie Alltagsrassismus oder institutioneller Benachteiligung. Auch Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Antiziganismus werden thematisiert.

Die Teilnehmenden beschäftigen sich mit Fragen wie:

  • Wie entsteht Rassismus?
  • Welche Rolle spielen Sprache, Medien und Vorurteile?
  • Wie wirkt Rassismus auf Einzelne und auf die Gesellschaft?
  • Wie kann ich solidarisch und couragiert handeln?

Ein wichtiger Bestandteil des Workshops ist die Selbstreflexion. Eigene Erfahrungen und Beobachtungen können – freiwillig – eingebracht werden. Rassistische Aussagen oder Denkmuster werden ernst genommen, aber kritisch hinterfragt, ohne sie zu skandalisieren.

Als Grundlage dient unter anderem das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg. Dabei geht es darum, Bedürfnisse hinter Aussagen zu erkennen und gleichzeitig klar Grenzen zu setzen: Die eigene Freiheit endet dort, wo die Freiheit anderer eingeschränkt wird.

Durch Diskussionen, Perspektivwechsel, Fallanalysen und praxisnahe Übungen lernen die Teilnehmenden, rassistische Strukturen zu erkennen und angemessen zu reagieren.

Ziele des Workshops:
  • Rassismus als historisches und gesellschaftliches System verstehen
  • Eigene Denkmuster und Vorurteile kritisch reflektieren
  • Formen von Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Antiziganismus erkennen
  • Empathie für Betroffene entwickeln und solidarisches Handeln stärken
  • Konkrete Handlungsoptionen gegen rassistische Aussagen und Übergriffe kennenlernen und ausprobieren

Vielfalt statt Einfalt / Diversität

Dieser Workshop vermittelt grundlegendes Wissen zu Diversität, Identität und Diskriminierung. Im Mittelpunkt stehen verschiedene Lebensrealitäten und gesellschaftliche Unterschiede – zum Beispiel in Bezug auf Geschlecht, Herkunft, Alter, sexuelle Orientierung, Religion, Behinderung oder soziale Lage.

Die Teilnehmenden setzen sich mit Fragen der Selbst- und Fremdwahrnehmung auseinander:

  • Wie entstehen Vorurteile?
  • Was sind Stereotype?
  • Welche Rolle spielen Macht und gesellschaftliche Strukturen?

Theoretische Impulse werden mit interaktiven Übungen verbunden. Durch Perspektivwechsel, Reflexionsaufgaben und Gruppengespräche wird sichtbar, wie Identität entsteht und wie Diskriminierung auf persönlicher und struktureller Ebene wirkt. Komplexe Zusammenhänge werden verständlich und lebensnah erklärt.

Der Workshop stärkt demokratische Werte wie Gleichberechtigung, Menschenrechte und respektvolles Miteinander. Vielfalt wird als Bereicherung vermittelt. Gleichzeitig bietet das Format Raum, über Erfahrungen von Ausgrenzung oder Ungerechtigkeit zu sprechen. Das kann Selbstwert stärken und das Gefühl von Zugehörigkeit fördern.

Unterschiedliche soziale Hintergründe werden sensibel berücksichtigt. Privilegien und Benachteiligungen werden thematisiert, ohne einzelne Personen bloßzustellen.

Ziele des Workshops:
  • Vielfalt und unterschiedliche Identitäten verstehen und wertschätzen
  • Vorurteile, Stereotype und Diskriminierungsmechanismen erkennen
  • Eigene Rollenbilder und gesellschaftliche Normen kritisch reflektieren
  • Empathie und Perspektivwechsel fördern
  • Demokratische Werte im Schul- und Alltagskontext bewusst anwenden

Zivilcourage / Konfliktbewältigung

Dieser Workshop zeigt anhand von alltäglichen Situationen, wie man couragiert und sicher handeln kann. Zivilcourage ist gefragt, wenn Menschen beleidigt, gemobbt, diskriminiert oder belästigt werden – in der Schule, im öffentlichen Raum oder online.

Viele Menschen möchten helfen, wissen aber nicht wie. Oder sie haben Angst, selbst in Gefahr zu geraten. Genau hier setzt der Workshop an: Er vermittelt konkrete Strategien, um einzugreifen, ohne sich selbst oder andere zu gefährden.

Die Teilnehmenden lernen verschiedene Handlungsmöglichkeiten kennen:

  • Situationen richtig einschätzen
  • Deeskalierend wirken
  • Betroffene unterstützen
  • Andere Personen aktivieren
  • Klar kommunizieren und Grenzen setzen
  • Hilfe organisieren

Dabei werden auch Hemmnisse wie Angst, Unsicherheit oder Gruppendruck thematisiert. Durch praxisnahe Methoden wie Rollenspiele, Forumtheater, Fallanalysen oder Meinungsbarometer trainieren die Jugendlichen konkrete Handlungsschritte und stärken ihre Selbstsicherheit.

Zivilcourage wird als wichtiger Bestandteil einer demokratischen Gesellschaft vermittelt. Menschenrechte, Gleichbehandlung und gegenseitiger Respekt bilden die Grundlage. Unterschiedliche Perspektiven – etwa von Betroffenen oder Beobachtenden – fördern Empathie und Verantwortungsbewusstsein.

Ziele des Workshops:
  • Zivilcourage verstehen und als demokratischen Wert erkennen
  • Bedrohliche oder diskriminierende Situationen wahrnehmen und richtig einschätzen
  • Konkrete, sichere Handlungsstrategien anwenden können
  • Eigene Ängste reflektieren und Selbstsicherheit stärken
  • Solidarisches Handeln und Verantwortung in der Gruppe fördern

Migration, Flucht und Asyl / Diversität

Dieser Workshop gibt einen Einblick in die rechtliche und soziale Situation von geflüchteten Menschen in Österreich. Die Teilnehmenden lernen, warum Menschen ihre Heimat verlassen müssen – etwa aufgrund von Krieg, Verfolgung oder anderen existenziellen Bedrohungen.

Wenn möglich, wird der Workshop gemeinsam mit einer Person mit Fluchterfahrung gestaltet. So entsteht Raum für eine persönliche Begegnung und einen direkten Dialog. Auch wenn nicht immer ein*e Co-Trainer*in mit Fluchterfahrung teilnehmen kann, bringen alle Trainer*innen persönliche Einblicke und reale Geschichten aus ihrem Umfeld ein.

Der Workshop vermittelt Grundlagen zu Flucht, Asylrecht und dem Ablauf eines Asylverfahrens. Themen wie Aufenthaltsstatus, Arbeitsmöglichkeiten, Integration und gesellschaftliche Herausforderungen werden verständlich erklärt. Juristische Begriffe werden einfach und anschaulich dargestellt.

Neben Faktenwissen steht die Auseinandersetzung mit Vorurteilen im Mittelpunkt. Durch Perspektivwechsel, Rollenspiele oder Diskussionsrunden reflektieren die Teilnehmenden eigene Bilder und Einstellungen. Individuelle Fluchtgeschichten zeigen, wie unterschiedlich Lebensrealitäten sein können – etwa auch im Hinblick auf geschlechtsspezifische Verfolgung.

Der Workshop betont die Bedeutung der Menschenrechte und der staatlichen Schutzpflicht. Er fördert Empathie, respektvolle Kommunikation und ein differenziertes Verständnis für Migration.

Ziele des Workshops:
  • Gründe für Flucht und Grundlagen des Asylrechts verstehen
  • Den Ablauf von Asylverfahren und rechtliche Rahmenbedingungen kennenlernen
  • Vorurteile erkennen und kritisch hinterfragen
  • Empathie für unterschiedliche Lebensrealitäten entwickeln
  • Respektvoll und sachlich über Migration und Flucht sprechen können

Der Workshop verbindet Wissen, Begegnung und Reflexion – und stärkt eine demokratische, menschenrechtsbasierte Haltung im Umgang mit Flucht und Migration.

Geschlechterbilder / Diversität

In vielen Gesellschaften werden nur zwei Geschlechter anerkannt: Frau und Mann. Doch Geschlecht ist vielfältiger. Neben dem biologischen Geschlecht spielen auch die Geschlechtsidentität, die soziale Rolle und die sexuelle Orientierung eine wichtige Rolle. Wenn Menschen nicht den traditionellen Erwartungen entsprechen, erleben sie noch immer Irritation, Ablehnung oder Diskriminierung.

Gleichzeitig verändern sich Geschlechterrollen ständig. Vorstellungen davon, was „typisch männlich“ oder „typisch weiblich“ ist, werden zunehmend hinterfragt. Neue Begriffe und Identitäten – etwa intergeschlechtliche, nicht-binäre oder trans Personen – machen deutlich, wie vielfältig Geschlecht sein kann.

Der Workshop beschäftigt sich mit Geschlechtervielfalt, Rollenbildern, sexueller Orientierung und Diskriminierung.

Zentrale Fragen sind:

  • Was bedeutet biologisches, psychisches und soziales Geschlecht?
  • Wie entstehen Stereotype?
  • Wie wirken sie sich auf Identität, Selbstbild und Gesellschaft aus?
  • Welche Rechte schützen queere Menschen?

Durch interaktive Methoden wie Rollenspiele, Medienanalysen, Perspektivwechsel-Übungen oder Privilegien-Checks setzen sich die Teilnehmenden mit eigenen Vorstellungen auseinander. Gesellschaftliche Normen werden reflektiert und neue, vielfältige Perspektiven eröffnet.

Der Workshop stärkt das Verständnis für Menschenrechte und geschlechtliche Selbstbestimmung. Themen wie Mehrfachdiskriminierung, kulturelle Prägungen oder soziale Ungleichheit werden sensibel einbezogen. Dabei steht ein respektvoller Umgang im Mittelpunkt – persönliche Offenheit ist freiwillig.

Ziele des Workshops:
  • Geschlechtervielfalt und sexuelle Orientierung verstehen und respektieren
  • Stereotype und Diskriminierungsmechanismen erkennen und hinterfragen
  • Die Bedeutung von Gleichberechtigung und Menschenrechten reflektieren
  • Eigene Identität stärken und Selbstbestimmung fördern
  • Zivilcourage im Alltag entwickeln, z. B. bei diskriminierenden Aussagen

Der Workshop unterstützt Jugendliche dabei, Vielfalt als Bereicherung zu erleben und einen respektvollen, inklusiven Umgang miteinander zu entwickeln.

Freiheit, Würde, Schutz / Menschenrechte

Die Menschenrechte – sie schützen die Würde jedes Menschen und sichern Freiheit, Gleichheit und Mitbestimmung. Dieser Workshop gibt einen verständlichen Überblick über die wichtigsten Inhalte der Menschenrechte und ihre historische Entwicklung.

Die Teilnehmenden lernen, wie Menschenrechte entstanden sind, was sie bedeuten und warum sie die Grundlage jeder Demokratie bilden. Themen sind unter anderem die verschiedenen „Generationen“ der Menschenrechte – Freiheitsrechte, soziale Rechte und kollektive Rechte – sowie aktuelle Herausforderungen wie Diskriminierung, Gewalt oder strukturelle Benachteiligung.

Anhand konkreter Beispiele wird gezeigt, wo Menschenrechte heute verletzt werden – etwa bei Rassismus, Kinderarbeit oder Einschränkung der Meinungsfreiheit – und welche Möglichkeiten es gibt, sich dagegen einzusetzen. Auch die wichtige Rolle von Menschenrechtsaktivist:innen wird thematisiert.

Der Workshop verbindet Grundlagenwissen mit Praxis: Rechtliche Dokumente wie internationale Abkommen werden verständlich erklärt, Fallbeispiele machen die Themen greifbar. Interaktive Methoden wie Diskussionen, Rollenspiele, Meinungsbarometer oder Gruppenarbeiten sorgen für eine lebendige Auseinandersetzung.

Dabei wird besonders auf Vielfalt geachtet: Fragen zu Migration, Gleichberechtigung, Frauenrechten oder LGBTQ+-Rechten sind fester Bestandteil des Workshops. Die Teilnehmenden reflektieren eigene Erfahrungen mit Ungerechtigkeit und lernen Handlungsmöglichkeiten kennen.

Ziele des Workshops:
  • Menschenrechte als Grundlage von Demokratie und Rechtsstaat verstehen
  • Menschenrechtsverletzungen erkennen und kritisch einordnen
  • Empathie für betroffene Personen und Gruppen entwickeln
  • Eigene Handlungsmöglichkeiten kennenlernen (z. B. Zivilcourage zeigen, Beschwerdewege nutzen, Diskriminierung ansprechen)
  • Die Bedeutung von Gleichberechtigung, Vielfalt und Teilhabe reflektieren

Der Workshop stärkt demokratisches Bewusstsein, fördert Engagement und zeigt, dass Menschenrechte keine abstrakten Regeln sind, sondern jeden Menschen im Alltag betreffen.

Fake News / Medienkompetenz

Dieser Workshop stärkt die Medienkompetenz von Jugendlichen. Sie lernen, Falschnachrichten, manipulierte Inhalte und gezielte Desinformation zu erkennen und verantwortungsvoll mit Informationen umzugehen.

Fake News sind kein neues Phänomen. Doch im digitalen Zeitalter verbreiten sie sich schneller und erreichen mehr Menschen als je zuvor. Durch soziale Medien können Inhalte einfach produziert, emotional aufgeladen und massenhaft geteilt werden – oft mit großen Folgen für Demokratie, gesellschaftliches Vertrauen und politische Meinungsbildung.

Der Workshop zeigt, wie Medien – von Tageszeitungen bis Social Media – unsere Sicht auf die Welt prägen. Gemeinsam wird erarbeitet, wie Themen ausgewählt, dargestellt und manchmal auch verzerrt werden.

Zur Stärkung der Beurteilungskompetenz lernen die Teilnehmenden konkrete Methoden kennen:

  • Quellenkritik
  • Nutzung von Faktencheck-Portalen
  • Vergleich mit seriösen Nachrichtenquellen
  • Umgekehrte Bildersuche zur Überprüfung von Fotos
  • Erkennen manipulativer Sprache und fehlender Belege

Auch aktuelle Phänomene wie Echokammern, Social Bots oder Deepfakes werden altersgerecht erklärt. Dabei wird deutlich, welche Motive hinter Desinformation stehen können – etwa politische Einflussnahme, Diskriminierung oder finanzielle Interessen.

Ziele des Workshops:
  • Fake News und Desinformation erkennen und einordnen
  • Quellen kritisch prüfen und Informationen vergleichen
  • Manipulative Sprache und Bilder durchschauen
  • Verantwortungsvoll mit Informationen umgehen und fragwürdige Inhalte nicht weiterverbreiten
  • Die eigene Rolle im digitalen Raum reflektieren und demokratische Meinungsbildung stärken

Armut in Österreich / Alltag in Österreich

In Kooperation mit der Arge für Obdachlose/Kupfermuckn.

Armut betrifft viele Menschen – in Österreich und weltweit. Sie bedeutet nicht nur, wenig Geld zur Verfügung zu haben. Armut beeinflusst viele Bereiche des Lebens: Bildungschancen, Gesundheit, Wohnen, Arbeit und soziale Teilhabe. Wer arm ist, erlebt oft Ausgrenzung, Unsicherheit und psychische Belastungen.

Wichtig ist dabei zu verstehen: Armut ist kein persönliches Versagen. Sie entsteht durch gesellschaftliche Strukturen, ungleiche Chancen, Diskriminierung oder fehlende Unterstützung. Bestimmte Gruppen – zum Beispiel Alleinerziehende, Menschen mit Migrationsgeschichte oder Personen in unsicheren Arbeitsverhältnissen – sind besonders gefährdet.

Im Workshop setzen sich die Schülerinnen und Schüler aktiv mit diesen Themen auseinander. Sie reflektieren eigene Vorstellungen von Armut, hinterfragen Vorurteile und lernen unterschiedliche Lebensrealitäten kennen. Durch Übungen, Fallbeispiele und Diskussionen wird sichtbar, wie komplex und vielschichtig Armut ist.

Ziele des Workshops:
  • Armut als gesellschaftliches und strukturelles Problem verstehen
  • Empathie für betroffene Menschen entwickeln und Stigmatisierung abbauen
  • Zusammenhänge zwischen Armut, Bildung, Geschlecht, Herkunft und Gesundheit erkennen
  • Konkrete Möglichkeiten der Solidarität und des eigenen Engagements kennenlernen

Der Workshop fördert kritisches Denken, soziale Verantwortung und einen respektvollen Umgang mit Menschen in schwierigen Lebenslagen.

Hasspostings entgegnen / Medienkompetenz

Angriffe auf die Würde eines Menschen beginnen oft im Denken und in Worten. Hassrede (Hate Speech) verletzt nicht nur einzelne Menschen oder Gruppen. Sie greift auch die Menschenrechte an. Menschenrechte sollen die Würde jedes Menschen schützen – überall auf der Welt.

Mit dem Begriff Hate Speech meint man Aussagen, die andere Menschen abwerten, beleidigen oder ausgrenzen. Dazu gehören auch Aufrufe zu Hass oder sogar zu Gewalt.

Hassrede richtet sich zum Beispiel gegen Menschen wegen:

  • ihrer Herkunft oder Hautfarbe (Rassismus)
  • ihrer Religion (z. B. Antisemitismus oder Islamfeindlichkeit)
  • ihrer sexuellen Orientierung (z. B. Homophobie)
  • ihres Geschlechts (Sexismus)
  • einer Behinderung
  • ihrer sozialen Situation (z. B. Obdachlosigkeit oder Arbeitslosigkeit)

Im Workshop setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit diesen Themen aktiv auseinander. Sie reflektieren ihr eigenes Verhalten und denken darüber nach, wie sie selbst im Alltag oder in sozialen Medien kommunizieren.

Methoden sind unter anderem:

  • Selbst- und Fremdreflexion
  • Diskussionsrunden
  • Arbeit mit Bildern, Aussagen, Musik und Videos
  • Rollenspiele

Ziele des Workshops:
  • Hate Speech erkennen und verstehen
  • Eigene Beiträge in sozialen Medien kritisch hinterfragen
  • Möglichkeiten kennenlernen, wie man auf Hassrede reagieren kann
  • Zivilcourage stärken und Handlungsmöglichkeiten ausprobieren

Der Workshop hilft dabei, respektvoll miteinander umzugehen und Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen – online und offline.

Demokratie vs. Diktatur / Menschenrechte

In diesem interaktiven Workshop setzen sich Schülerinnen und Schüler intensiv mit den Merkmalen, Funktionen und Folgen von Demokratie und Diktatur auseinander.

Anhand historischer und aktueller Beispiele – etwa der Weimarer Republik, heutigen EU-Demokratien oder autoritären Regimen – untersuchen sie zentrale Aspekte wie:

  • Freiheitsrechte
  • Gewaltenteilung und Machtkontrolle
  • Medienfreiheit
  • Politische Partizipation

Die Schülerinnen und Schüler vergleichen Demokratie und Diktatur anhand klarer Kriterien. Zum Beispiel:

  • Gibt es freie und faire Wahlen?
  • Werden Gesetze für alle gleich angewendet?
  • Darf man seine Meinung frei sagen?
  • Können Menschen politisch mitentscheiden?

In Rollenspielen erleben sie, wie Entscheidungen in verschiedenen politischen Systemen getroffen werden. Sie überlegen zum Beispiel: Wie würde eine Demokratie auf eine Krise reagieren? Wie würde eine Diktatur handeln?

In Diskussionsrunden sprechen sie darüber, warum Demokratie manchmal anstrengend sein kann – zum Beispiel, weil viele Meinungen berücksichtigt werden müssen. Gleichzeitig erkennen sie, warum sich Demokratie trotzdem lohnt: Sie schützt Freiheit, Mitbestimmung und Menschenrechte.

In einer kreativen Phase gestalten die Schülerinnen und Schüler ein Plakat zu dem Thema „Meine Vision von Demokratie“. Dabei bringen sie ihre eigenen Ideen und Wünsche ein.

Ziele des Workshops:
  • Demokratie als wertvolles und schützenswertes System verstehen – auch mit ihren Herausforderungen
  • Typische Merkmale von Diktaturen wie Propaganda, Unterdrückung und Willkür erkennen
  • Eine eigene Haltung zu Freiheit, Mitbestimmung und Verantwortung entwickeln
  • Sicher argumentieren können gegen demokratiefeindliche Aussagen

Demokratie funktioniert nicht von allein. Sie lebt davon, dass Menschen mitdenken, mitreden und Verantwortung übernehmen. Der Workshop fördert kritisches Denken, politische Bildung und die Wertschätzung für eine vielfältige Gesellschaft. Er zeigt außerdem, wie schnell Freiheiten verloren gehen können – und warum es wichtig ist, sie zu schützen.

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