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HEUTE MORGEN BESSER MACHEN

Eine Spende die Großes bewirkt.

 

Bitte unterstützen Sie uns mit einer Weihnachtsspende – egal, wie klein oder groß.

zum Beispiel für:

1x Laptop fürs Homeschooling unserer Jugendlichen mit 400 €

1x Lebensmittel-Vorratspaket mit 100 €

1x Hygiene- und Desinfektionspaket mit 50 €

1x Gute-Laune-Weihnachtsgeschenk mit 30 €

Genauso sehr freuen wir uns aber auch über einen beliebigen Betrag als Ersatz für einen Solidaritäts-Punsch.

 

Informationsflyer

Jetzt spenden!

 

Wir alle brauchen einmal Hilfe – und wir alle können sie auch geben. Durch Ihre Spende bereiten Sie einem anderen Menschen genauso viel Freude, wie Mircea es einmal für Andrea getan hat. Die fantastischsten Geschichten schreibt das Leben selbst – deshalb möchten wir diese berührende, wahre Geschichte aus unserem Haus der Menschenrechte mit Ihnen teilen:

 

Es kommt auf die kleinen Dinge an. Auf das Wenige im richtigen Moment. Wenn etwas zu tun ist, und jemand nimmt es in die Hand. Setzt eine unscheinbare Handlung, die Bedeutsames bewirkt. Etwas zurücklässt. Die Spur einer Erinnerung. Den Gedanken an eine Begegnung, die auch Jahrzehnte überdauert. Der November des Jahres 1988 war ziemlich nass und kalt. Im Bus, der Flüchtlinge vom Lager Traiskirchen in die oberösterreichische Landeshauptstadt bringen sollte, herrschte bedrückte Stimmung. Auch für den 31-jährigen Mircea war die Zukunft ungewiss. Keine Ahnung, wohin es ging. Was ihn dort erwartete. Wie er in den nächsten Wochen und Monaten über die Runden kommen sollte. Fragen, die nicht nur ihn beschäftigten. Mit der sympathischen Frau in der Sitzreihe vor ihm entwickelte sich ein Gespräch. So wie er hatte auch Dorina die lebensgefährliche Flucht aus Rumänien gewagt. Mit ihrer Tochter. Zu Fuß. Bei Nacht und Nebel. Um der kleinen Andrea und sich selbst ein Leben in Freiheit zu ermöglichen. Ohne die Verfolgungen, Repressalien und Einschränkungen eines größenwahnsinnigen, diktatorischen Regimes. Eine tapfere Mutter und ihr tüchtiges Mädchen. Und Mircea, der gerne teilte, was er noch bei sich hatte. Letzte Süßigkeiten. Mit denen er die Augen der erst Fünfjährigen zum Strahlen brachte. Das Schicksal anderer mitdenken. Kraft spenden. Mut machen. Genau das konnten Dorina und Andrea brauchen, als sie in Linz den Bus verließen und vor hohen, grauen Fassaden standen. Ein nüchterner Häuserblock. Die Unterkunft für Flüchtlinge. Ihre vorläufige Bleibe. In der Fremde. Aber mit einem neuen Freund. Auf den sie sich verlassen konnten. Weil Mircea das wenige selbstverdiente Geld hauptsächlich für andere verwendete. An ihrem ersten Weihnachtsabend in Österreich machte er Dorina und Andrea ein ganz besonderes Geschenk. Das sie nie wieder vergessen sollten. Der kluge und stattliche Mann überraschte die beiden am 24. Dezember mit einem geschmückten Weihnachtsbaum. Ankommen in einer neuen Welt. Mit einer unbekannten Sprache. Mit anderen Gepflogenheiten. Eine Welt, die schließlich zu ihrer Heimat wurde. Umzüge, Jobs, Beziehungen. Nach und nach verloren sich Dorina und Andrea aus Siebenbürgen und Mircea aus Bukarest aus den Augen. Sie gingen ihre eigenen Wege. Lebten ihre Leben. Über dreißig Jahre lang. Zu Mircea passte es perfekt, dass er nach verschiedenen Stationen ins „Haus der Menschenrechte” zog. Weil hier Personen in Not willkommen sind und Flüchtlingen Schutz geboten wird. Mit seiner selbstverständlichen Hilfsbereitschaft wurde er schon bald zum wichtigen Bestandteil einer fürsorglichen Familie aus Bewohnern und Betreuern. Er packte auch mit an, als das Gebäude dringend zu renovieren war. Erlebte das Auf und Ab von Finanznöten und das großartige Engagement unzähliger Unterstützer. Beteiligte sich tatkräftig an den Vorbereitungen, als anlässlich der Wiedereröffnung wichtiger Besuch erwartet wurde. Angekündigt hatte sich auch die erfolgreiche, bundesweite Marketingchefin eines großen Buchhandelsunternehmens. Die junge Frau hatte sich ihren Traumberuf nach und nach mit viel Zielstrebigkeit und Leidenschaft erschlossen. Ursprünglich stammte sie aus einem Land, in dem das Lesen nicht systemkonformer Texte bei Strafe verboten war. Sie ließ sich durch die neu ausgestatteten Räume führen. Lächelte begeistert, gratulierte von Herzen, schüttelte Hände. Bis sie jenen Mann traf, den hier alle „Papa Mircea” nannten. Der ließ ihre Hand nur zögernd los. Sah sie neugierig und forschend an. War sich mit einem Mal sicher, woher er diese Augen kannte. Aus dem Bus von Traiskirchen nach Linz, in dem er der kleinen Andrea und ihrer Mutter vor vielen Jahren begegnet war. Mit der er Weihnachten gefeiert hatte. Die er seit den so lange zurückliegenden Tagen nicht mehr gesehen hatte. In diesem bewegenden Moment spiegelten sich auch für Andrea Vergangenheit und Gegenwart. Das kleine Mädchen mit seiner Freude über Mirceas Christbaum. Und eine erwachsene Frau, die auch aufgrund dieser Erfahrung längst zur großzügigen Spenderin geworden war. Auch ihr Know-how und ihre Zeit stellt Andrea gerne zur Verfügung. Einem Freund, der ihr in einer herausfordernden und entscheidenden Lebensphase zur Seite gestanden war. Und einem Haus, das Menschen unterstützt, die so wie sie ihre Heimat verlassen mussten. Offen aufeinander zugehen. Achtsamkeit und Zuwendung leben. Für Andrea, Dorina und Mircea schließt sich damit der Kreis. Für sie gibt es keinen Zweifel. Wer heute hilft, trägt zu einem besseren Morgen bei.

 

(eine wahre Begebenheit, aufgezeichnet von Thomas Baum)

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