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Workshops für Jugendliche und Erwachsene

Workshop 1 - Demokratie. Menschenrechte ermöglichen

 

Es geht um das Spannungsfeld zwischen Mehrheitsentscheiden und Minderheitenrechten und um den Unterschied zwischen individuellen Rechten und Menschenrechten. Wieso ist Demokratie so wichtig und muss dennoch täglich aufs Neue erarbeitet werden? Die Übungen machen Mut, sich für mehr Demokratie zu engagieren, zu partizipieren und eigene Rechte wahrzunehmen.

 

 

Workshop 2 - Asyl geben. Menschenrechte umsetzen

  

Der Workshop gibt einen Einblick in die rechtliche und soziale Situation von Flüchtlingen in Österreich. Gemeinsam präsentieren einE TrainerIn und ein Flüchtling eine differenzierte Sicht auf Menschen, die ihre Heimat aufgrund von Krieg und Verfolgung verlassen mussten. Dabei werden Informationen zum Thema bereitgestellt sowie der Raum für eine persönliche Begegnung und einen Dialog geschaffen, um so mit vielen Vorurteilen aufzuräumen.

 

 

Workshop 3 - Zivilcourage. Menschenrechte schützen

 

In schwierigen Situationen, in denen andere Menschen verbal oder tätlich angegriffen werden, gut zu reagieren, das kann geübt werden. Der erste Schritt, ist: Hinsehen statt Wegsehen. Der Workshop zeigt anhand von alltäglichen Erfahrungen ein nützliches Repertoire an Handlungsmöglichkeiten und Strategien zur Deeskalation und Konfliktbearbeitung auf. Hier findet bestimmt jedeR einen Weg, um sich für andere einzusetzen.

 

 

Workshop 4 – Aggressive Sprüche stoppen. Menschenrechte kommunizieren

 

Es fallen Aussagen oder populistische Parolen, die andere Menschen oder Gruppen beleidigen und diskriminieren. Doch was kann in diesen, meist überraschend auftretenden Gesprächssituationen getan werden? Die TeilnehmerInnen erfahren in diesem Argumentationstraining wichtige Sachinformationen zum Argumentieren und üben, rhetorische Mittel effektiv anzuwenden. Sie werden ermutigt zu intervenieren und den Menschenrechten ihre Stimme zu verleihen.

 

 

Workshop 5 - Vielfalt schätzen. Menschen(rechte) wahrnehmen

 

Ausgehend von unterschiedlichen Lebenswelten, Rollenbildern und Identitäten wird der Fokus auf einen verantwortungsvollen und gleichberechtigten Umgang mit Geschlecht, Alter, Religion, Beeinträchtigungen, ethnischer Zugehörigkeit, sexueller Orientierung etc. gelenkt. Der Workshop unterstützt die Wertschätzung von Vielfalt und hilft, Vorurteile und Stereotypen zu bearbeiten und Einseitigkeit kritisch zu hinterfragen. 

 

 

Workshop 6 - Rassismus. Menschenrechte verwirklichen

 

Diskriminierung, Angst und Ausgrenzung – manchen AkteurInnen ist ihr Verhalten nicht bewusst, manche handeln mit Absicht. In diesem Workshop lernen die TeilnehmerInnen Ursprung und Umfang von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit kennen. In unterschiedlichen Übungen erleben sie selbst Aspekte von Rassismus und was es heißt, dass „Alle Menschen frei und gleich an Würde und Rechten geboren sind“.

 

 

Workshop 7 - Rechtsextremismus. Menschenrechte verteidigen

 

Der Workshop gibt eine Orientierungshilfe zu den Konzepten Rechts und Links. Er hilft, Radikalismus vom Extremismus zu unterscheiden und zeigt die Grenzen von Demokratie und Meinungsfreiheit auf. Es werden Handlungsmöglichkeiten vermittelt, um sich im eigenen Umfeld aktiv für Menschenrechte einzusetzen. Wir empfehlen, diesen Workshop gemeinsam mit Workshop 3 oder 4 zu buchen. 

 

 

Workshop 8 - Armut. Menschenrechte einfordern    

In Kooperation mit der Arge für Obdachlose/Kupfermuckn

 

Was bedeutet Armut, wer ist von Armut betroffen und was sind (Über-) Lebensstrategien von Menschen, die von Armut betroffen sind? In diesem Workshop wird einerseits Sachwissen vermittelt und andererseits ein Dialog mit Betroffenen ermöglicht, um so Ursachen und Konsequenzen von Armut auf den Grund zu gehen. Wir zeigen den Wandel des Umgangs mit dem Thema Armut in den letzten 2 bis 3 Jahrzehnten auf: Von einer gesellschaftspolitischen Debatte (Bekämpfung der Armut) hin zu einer sicherheitspolitischen Debatte (Bekämpfung der BettlerInnen).  

 

 

Workshop 9 – Was, Wer, Wo. Menschenrechte kennenlernen

 

Menschen haben klar definierte Rechte – Menschenrechte. Sie definieren Freiheiten, Partizipationsmöglichkeiten, den Schutz ihrer Würde. Dieser Workshop bietet einen Überblick über die Artikel der Menschenrechtskonvention sowie eine spannende Auseinandersetzung mit ihnen und ihren weltweiten Anwendungsunterschieden. Auch die wichtige Rolle von Menschenrechts Aktivistinnen fehlt bei dieser intensiven Auseinandersetzung nicht.

 

 

Workshop 10 - Faschismus und Antiziganismus - Damals und Jetzt (Mit Andreas Peham (DÖW) und Nuna Stojka)

 

Gemeinsam mit Nuna Stojka, Schwiegertochter von Ceija Stojka (österreichische Roma und KZ-Überlebende) arbeiten wir das Thema Antiziganismus von der NS-Zeit bis ins Heute auf. Anhand von Auszügen aus den Büchern Ceija Stojkas und einer umfangreichen Diskussionsmöglichkeit wird eine Geschichte von Ausgrenzung und Vertreibung aus dem Verborgenen geholt und den unbekannten Opfern ein Gesicht gegeben.

 

 

Workshop 11 - Mobbing - Prävention und Intervention. Einander mit Würde begegnen

 

Mobbing ist ein weit verbreitetes Phänomen und in vielfältigen Formen anzutreffen. In diesem Workshop geht es um Prävention, Früherkennung und Interventionsmöglichkeiten. (Cyber)Mobbing und (Cyber)Bullying sind keine Kavaliersdelikte, sondern müssen aufgearbeitet werden. Hier lernen SchülerInnen, sowie PädagogInnen nicht nur, wie Mobbing richtig erkannt werden kann, sondern auch, wie effektiv eingeschritten werden kann. TäterInnen, MitläuferInnen und Opfer sind Teile eines komplexen Systems, das in diesem Workshop dekonstruiert wird.

 

 

Workshop 12 - Menschen sind nicht behindert, sie werden behindert! Teilhabe als Menschenrecht
In Kooperation mit BetroffenenvertreterInnen

 

„Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Wir alle haben ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft, auf Bildung, Arbeit und Freizeit. Und wir müssen vor Ausgrenzung und Diskriminierung geschützt werden, dies gilt ganz besonders auch für Menschen mit Behinderungen. Dass dies nicht immer so ist, zeigen Begegnungen und persönliche Gespräche mit Betroffenen in einer vertrauensvollen Umgebung. So werden versteckte Barrieren sichtbar, Vorurteile abgebaut und ein gegenseitiges Verstehen ermöglicht.

 

 

Workshop 13 - Medien und Macht. Menschenrechtsverletzungen erkennen

 

Medien wie Tageszeitungen und Social Media sind entscheidend für die Meinungsbildung. Häufig sind es aber sie, die Vorurteile verstärken und falsche Informationen verbreiten. In diesem Workshop wird die Kompetenz gestärkt, mit Medien sinnvoll umzugehen: Botschaften entschlüsseln, Kommunikationsstrategien erkennen, Informationen beurteilen und reflektieren.

 

 

Workshop 14 - Stigmata Sexdienstleistung. Menschenrechte beanspruchen. In Kooperation mit LENA, Beratungsstelle für Menschen die in der Prostitution arbeiten

 

Täglich werden sexuelle Dienstleistungen in Anspruch genommen, trotzdem ist das Thema immer noch heikel, tabuisiert und gleichzeitig von Sensationslust geprägt. Frauen, Männer, Transmenschen – wer im Sexgewerbe arbeitet, ist überall auf der Welt besonders häufig Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. Um aber Ausbeutung und Diskriminierung zu minimieren, ist es wichtig, dass passende Arbeitsbedingungen und rechtliche Voraussetzungen geschaffen werden. Im Workshop Sexarbeit werden Vorurteile gegen und Mythen über SexarbeiterInnen hinterfragt und alters- und zielgruppengerecht rechtliche Infos über Sexarbeit vermittelt.

 

 

Workshop 15 - Neo-Salafismus, Jihadismus und Deradikalisierung. Menschenrechte verteidigen

 

Radikale neo-salafistische und jihadistische Gruppierungen und Netzwerke, wie z. B. der sogenannte Islamische Staat, sind weltweit in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Das Internet und soziale Medien werden systematisch eingesetzt, um weltweit Menschen für den bewaffneten Kampf anzuwerben. Die gegenwärtigen Entwicklungen stellen eine lokale und globale Herausforderung für uns alle dar. Im Workshop geht es darum, die aktuellen Entwicklungen sachkundig und differenziert einordnen zu lernen. Es soll Wissen über Begriffe, Faktoren von Radikalisierung und der Ideologie des radikalen Jihadismus vermittelt werden. Es erfolgt eine Auseinandersetzung mit der Rolle des Internets und der sozialen Medien. Darüber hinaus beschäftigen wir uns mit Möglichkeiten zur Prävention und Hilfestellungen im Anlassfall.

 

 

Workshop 16 - Geschlechterbilder. Menschenrechte reflektieren

 

Im Gegensatz zum biologischen Geschlecht (sex) sind mit sozialem Geschlecht (gender) die gesellschaftlich, sozial und kulturell konstituierten Geschlechterrollen von Frauen und Männern, sowie die gesellschaftlich dominanten Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit gemeint. Bei diesem Workshop werden diese „Geschlechterbilder“ im Kontext von Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierungen reflektiert. Sexuelle und reproduktive Rechte werden ebenso wie die Formen sexualisierter Gewalt besprochen. Es wird auch auf die strukturellen Ungleichheiten auf ökonomischer, sozialer und sprachlicher Ebene hingewiesen.

 

 

Workshop 17 - Hasspostings entgegnen. Menschenrechte kommunizieren

 

Hasskommentare insbesondere in sozialen Netzwerken sind ein zunehmendes Problem. Sie erwecken den Eindruck, dass das, was Trolle und Hater da von sich geben, der Mehrheitsmeinung entspricht. Aber wie kann dagegen vorgegangen werden? Dieser Workshop zeigt einerseits Ursachen und Methoden von Hate-Speeches auf und andererseits Methoden, um gegen sie vorzugehen. Hinsehen statt Wegsehen und Stellung beziehen sind die einfachsten Möglichkeiten der Zivilcourage. Moderation, Humor, Ironie, Deeskalation, Sachinformation, Gruppenaktionen, Subversion etc. bis hin zur Anzeige sind weitere Handlungsmöglichkeiten, die bei diesem Workshop besprochen werden.

 

 

Planspiel – Medien und Menschenrechte

für Jugendliche ab 16 Jahren, Dauer 3-4 Einheiten;

 

Medien wie Tageszeitungen sind entscheidend für die Meinungsbildung. Häufig sind es aber sie, die Vorurteile verstärken und falsche Informationen verbreiten. In diesem Workshop wird die Kompetenz gestärkt, mit Medien sinnvoll umzugehen. Dazu wird einerseits das Zustandekommen eines Zeitungsartikels simuliert – von der Idee über die Recherche bis zur Redaktionssitzung. Andererseits wird gezeigt, dass hinter jedem geschriebenen Wort ein Mensch steht. Die ChefredakteurInnen, JournalistInnen, PraktikantInnen und MediatorInnen fügen am Ende ein Puzzle von Aspekten zu einem Thema aus dem Bereich Asyl, Flucht und Menschenrechten zusammen. Das entstandene Gesamtbild zeigt, dass objektive Wahrheit ein schwer zu erreichender Anspruch ist, eine differenzierte, vielseitige und reflektierte Einstellung, insbesondere als ProduzentIn eines Mediums, aber einfach nur eine Entscheidung ist.

 

 

Workshopsituation

Kontakt:

Bild Reinhard Leonharsdberger

Projektkoordinator 

Mag. Reinhard Leonhardsberger, M.A.


Telefon: 0699 18 80 40 72
E-Mail: leo@sos.at